Neue St.-Georg-Drachentöter-Skulptur mit Schönheitsfehler

Die neue St.-Georgs-Skulptur am Reschop Carré Platz (Foto: Holger Grosz)

Hattingen – Der heilige Georg ist zurück in Hattingen – allerdings in moderner Form: Auf dem Reschop-Carré-Platz ist jetzt eine neue, monumentale Drachentöter-Skulptur aus Altmetall aufgestellt worden. Das Kunstwerk verwandelt den Platz vor dem Einkaufszentrum in einen markanten Blickfang und soll die Verbindung von Hattingens Geschichte mit zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum sichtbar machen.

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Geschaffen wurde die Skulptur von den Künstlern Armin Ciesielski und Steffi Glück, die für ihre Arbeiten mit wiederverwendeten Metallteilen bekannt sind und zeigt St. Georg in dynamischer Pose beim Kampf mit dem Drachen, angelehnt an die traditionelle Darstellung des Stadtpatrons, der in Hattingen unter anderem in der Altstadt und rund um die St.-Georgs-Kirche immer wieder als Motiv auftaucht. Gefertigt wurde die Figurengruppe aus recycelten Metallteilen, was optisch an die industrielle Vergangenheit der Stadt erinnert und zugleich ein Statement für Nachhaltigkeit und den kreativen Umgang mit Altmaterial setzt.

Nach Angaben aus dem Umfeld des Projekts soll die neue Skulptur den Reschop-Carré-Platz als Eingangsbereich zur Innenstadt aufwerten und Aufenthaltsqualität schaffen. Erste Reaktionen von Passantinnen und Passanten reichen von spontanen Handyfotos bis hin zu Diskussionen darüber, wie gut die moderne Interpretation des Drachentöters zu Hattingen passt, aber auch die Platzwahl wird bemängelt.

St.-Georgs-Skulptur auf dem Reschop Carré Platz (Fotos: Holger Grosz)

Aus dem Rathaus heißt es, man freue sich über das neue Kunstwerk als starkes Symbol für ein modernes, selbstbewusstes Hattingen: „St. Georg steht in unserer Stadt traditionell für Mut, Haltung und die Bereitschaft, Herausforderungen anzunehmen“, so Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing (SPD). „Dass der Drachentöter jetzt in einer Skulptur aus Altmetall am Reschop-Carré-Platz auftaucht, passt hervorragend zu uns – es verbindet unsere industrielle Geschichte mit der kulturellen Gegenwart und setzt ein sichtbares Zeichen dafür, dass Hattingen im Wandel ist und trotzdem zu seinen Wurzeln steht.“

Starke Idee mit Schönheitsfehler

Die St.-Georgs-Skulptur am Reschop-Vorplatz ist inhaltlich stark, aber räumlich unglücklich inszeniert. Die entscheidende Szene des Drachentstichs ist vom Platzgeschehen abgewendet, sodass der dramatische Moment für Passanten kaum frontal erfahrbar ist. Würde man die Figur einfach um 180 Grad drehen, ritt St. Georg zwar in Richtung Platz, aber unmittelbar auf eine Hauswand zu – das wäre räumlich genauso unlogisch. Das eigentliche Problem liegt daher weniger in der Drehung als in der Standortwahl: Die Skulptur erzählt eine bewegte, dynamische Geschichte, steht aber an einem Ort, der diese Erzählung nicht unterstützt, sondern sie buchstäblich „in die falsche Richtung“ drängt. Ihre Idee ist stark, doch durch den gewählten Platz wird ihr Potenzial im Stadtraum deutlich verschenkt.

Die neue St.-Georgs-Skulptur am Reschop Carré Platz (Foto: Holger Grosz)

Trotz des unglücklich gewählten Standorts ist geplant, das Kunstwerk künftig stärker in Stadtführungen und kulturelle Angebote einzubinden. Denkbar sind thematische Rundgänge zu Kunst im öffentlichen Raum, pädagogische Aktionen mit Schulen sowie Informationsangebote zur Symbolik des heiligen Georg und zur Rolle Hattingens als traditionsreicher, aber im Wandel begriffener Industriestandort.

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