ADFC setzt Zeichen: Kein „Stadtradeln-Team“ aus Protest gegen Stellenabbau im Radverkehr

Mehr Platz fürs Rad (Foto: ADFC Düsseldorf Dirk Schmidt)

Hattingen – Die ADFC-Ortsgruppe Hattingen/Sprockhövel protestiert gegen die vom Ennepe-Ruhr-Kreis beschlossenen Stellenkürzungen im Bereich Radverkehr. Anlass ist ein Beschluss des Kreistages vom 23. März 2026, der im Zuge der Haushaltskonsolidierung die Streichung der Planstelle für Mobilitätsmanagement und Radverkehr vorsieht

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Nach Einschätzung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) handelt es sich dabei um eine kurzsichtige Entscheidung mit weitreichenden Folgen für die Entwicklung einer nachhaltigen Mobilität im Kreisgebiet. Insbesondere zahlreiche Projekte zur Förderung und Verbesserung des Radverkehrs, die bislang zentral koordiniert wurden, könnten sich verzögern oder ganz zum Erliegen kommen.

Der ADFC Hattingen/Sprockhövel sieht darin einen deutlichen Rückschritt für die Verkehrs- und Klimapolitik auf Kreisebene. Gerade vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an umweltfreundliche Mobilitätskonzepte sei die Stärkung des Radverkehrs unverzichtbar.

Kein eigenes Team beim Stadtradeln

Um seinem Protest Nachdruck zu verleihen, hat die Ortsgruppe eine symbolische Maßnahme angekündigt: In diesem Jahr wird der ADFC Hattingen/Sprockhövel kein eigenes Team beim bundesweiten Wettbewerb Stadtradeln stellen. Die Entscheidung sei bewusst getroffen worden, um auf die Bedeutung struktureller Unterstützung für den Radverkehr aufmerksam zu machen.

Der ADFC fordert den Ennepe-Ruhr-Kreis auf, die Entscheidung zu überdenken und die notwendigen personellen Ressourcen für eine zukunftsorientierte Mobilitätsentwicklung bereitzustellen.

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